tja, die neue Chefin der Grünen Eva Glawischnig will von den Grünen und auch von sich reden lassen.

Mit einiger Verspätung springt sie auf den Anti-Europa-Zug auf, ev. auch etwas zu spät. Aber das werden wir erst nächstes Jahr nach der EU-Wahl wissen.

Der Lissabon-Vertrag ist tot, verkündet sie im Standard.
Das Interview halte ich fpr besonders lesenswert.

Und ich denke gerade, in der Wirtschaftskrise zeigt es sich wie gut es ist bei der EU dabei zu sein.
Und waren da nicht 2 Sachen?
Ja, die Schweizer sind nun mit dabei beim Schengener Abkommen und die Isländer würden gerne beim Euro mittun.
Ich denke, der Lissabonvertrag hätte viel mehr Vorteile, als Nachteile.
Ich hoffe, die Iren besinnen sich noch pro EU.

Schuld daran sind unter anderem die bösen bösen Lobbyisten.
Ich finde diese Haltung zíemlich naiv. Okay, Waffenlobbyisten sind wirklich nicht gerade die allersympathischten Menschen. Doch Frau Glawischnig bedient sich doch selber der Lobbyisten und früher war sie Mitarbeiterin bei einer Lobby. NGOs sind auch Lobbyisten. Das sind Interessensgruppen, die ihre Interessen durchsetzen. Attac ist auch eine Lobby, auch wenn Frau Glawischnig Lobbys als Antieuropäisch sieht. Und die bösen Lobbys arbeiten nur und ausschließlich für die ÖVP, weiß doch jedes Kind, dass die böse böse Agrarlobby gibt und noch paar andere böse Lobbys allesamt schwarz sind.

Für mich ist das eine dumme und naive Schwarz-weiß Malerei die auch von einem Strache stammen könnte. Und das kann ich bei keiner Partei ausstehen.

Schauen wir mal an, wie antieuropäisch die ÖVP ist:
Im Gegensatz zu den Grünen war die ÖVP immer für den Beitritt zur EU. Die Grünen erst nach dem EU-Beitritt.
Viele Politikerinnen und Politiker mit schwarzen Hintergrund haben sich der EU verschrieben. Sei es die ehemalige Außenministerin Plassnik die sich in Sachen EU mit dem Herrn Dichand anlegte, Alois Mock der sich dafür einsetzte, dass Österreich Mitglied wurde oder ein Erhard Busek, der sich für Europa engagiert, beispielsweise als EU-Sonderkoordinator für Südosteuropa und das Buch "Eine Seele für Europa" verfasste , Franz Fischler der ehemalige sehr anerkannte EU-Kommissar und der ebenfalls über die EU ein Buch schrieb, Wolfgang Schüssel der trotz der Sanktionen sich für Europa einsetzte. Unser neuer Außenminister saß selber eine Zeit lang im EU-Parlament.
Oder wenn man die ORiginal Textsendungen der Grünen und der ÖVP vergleicht ist zu erkennen dass die ÖVP mit 17 Seiten der Meldungen vor dne 4 Seiten der Europameldungen der Grünen sind. Rein quantitativ gesehen.
Die ÖVP war wie auch die Grünen für den Euro, für Schengen und für den EU-Reformvertrag sowie die Grünen auch.
Also antieuropäisch ist etwas anderes.

Sorry, wenn die Frau Glawischnig glaubt, so mehr Leute zu gewinnen, hat sie sich und die Grünen ins eigene Fleisch geschnitten. Ich glaube, viele, die den Grünen nicht grundsätzlich abgeneigt sind, sind auch proeuropäisch eingestellt und würden eine Abkehr nicht goutieren. Das sieht irgendwie nach Klientelpolitik der Grünen aus.
Mit Linkspopulismus und Ökofundamentalismus (Tierschützer) ist die größte Wählerabschreckungskampagne des Jahres. Und das angepeilte Klientel die frustriert sind wegen der EU werden wohl eher den Scharfmacher wählen. oder hoffen sie die Stimmen vom Hans Peter Martin abzucashen??? Also wo ist jetzt die Intellektuellität, die man den Grünen immer unterstellt?

hier ein Zitat aus dem Blog von Peter Pilz über Werner Faymann:

Van der Bellen eröffnet die Debatte. Er rechnet mit der SPÖ ab, scharf, ironisch, manchmal leicht bitter. Es ist eben ein Unterschied, ob Strache oder Faymann die Gefühle gegen die EU ausbeutet. Strache kann nicht anders – aber Faymann könnte. Das ist der Punkt. Es ist die freie Entscheidung der SPÖ, auf Charakter zu verzichten. Faymann ist die Entscheidung beeindruckend leicht gefallen.

Ohne Weiteres könnte man statt dem F-Mann die G-Frau hinschreiben.

Nein, ich weiß es ist nicht alles lieb und Grießschmarrn mit der EU, aber ich sehe keine bis jetzt optimalere Sache als den Lissabonvertrag und solange er nicht endgültig vom Tisch ist, glaube ich daran.
Ich sehe in ein gemeinsames Europa die bessere Zukunft.