der österreichische Ex-EU-Agrarkommissar Franz Fischler kritisierte Wolfgang Schüssel, den Exkanzler. Nunmehriger Klubobmann.
Bald daraufhin solidarisierten sich die Parteispitze mit Schüssel.
Wie das zusammenkam hier:
Dramolett
Schüssels Rundruf:
Schüssel: Gott zum Gruße, Willi!
Molterer: Du, Wolfgang, wo brennts den leicht wieder? Hat dir der Cap Pepi in der Kantine vor der Nase, die letzte Wurstsemmel weggeschnappt?
Schüssel: Fast genauso tragisch. Der Fischler Franz hat gesagt, ich stör dich als Klubobmann. Und ich will mal nachfragen, ob das ein Aprilscherz war oder ernst gemeint ist.
Molterer: Genaugenommen hat der Fischler sogar Recht wenn er …
Schüssel: Recht, Ahso ist das. Okay, der Karl-Heinz würde nun eh wieder liebend gern Finanzminister werden und Vizekanzler. Ich brauch ihn nur anzurufen.
Molterer: Wolfgang, die Zeitungen schreiben ich bin ein besserer Finanzminister als der Karl-Heinz.
Schüssel: Ja, der Falter. Aber das lesen eh nur die Bobos und paar linke Pseudointellektuelle.
Molterer: Du vergisst, dass unsere neue Zielgruppe die Bobos sind.
Schüssel: Die sind wurscht, wichtig ist was die Krone schreibt. und bei denen ist und war der Grasser beliebter.
Molterer: Wahrscheinlich soll ich mir den Bart abrasieren, vielleicht hält er mich da nicht mehr für den Erhard.
Schüssel: Hör mir, mit ihm auf, der hat auch gesagt, dass ich gehen soll. und du gibst ihm wohl auch noch recht. Entweder du machst eine Aussendung, dass ich unverzichtbar bin, oder ich ruf den Karl-Heinz an.
Molterer: Ja, in Gottes Namen dann mach ich halt eine Aussendung, dass ich voll hinter dir stehe.
Schüssel: So ists brav.
Schüssel: So, als nächster ruf ich den Platter an. – Grüß dich Günther!
Platter: Gruß zurück. Machs kurz, ich muss jetzt die Daten auswerten, die mein Testbundestrojaner geschickt hat. Ich und der Willi haben ihn auf den Computer vom Matznetter installiert. War ganz leicht, sein Passwort war nämlich Steuerreform 2009.
Schüssel: Erstens, was läuft da ab, was ich nicht weiß und zweitens wieso nicht am Computer vom Möchtegernkanzler.
Platter: Geheimmission. Der Reinhold hat leider noch nicht das richtige Passwort vom Gusi rausgefunden. Da gibt’s so viele Möglichkeiten. Aber eins gewiss, es ist weder Kreisky1 noch
Marx1.
Schüssel: Das ist ja ganz nett, aber hast du gehört, was der Fischler gesagt hat.
Platter: Also der Herr Bundespräsident weiß nichts davon.
Schüssel: Wer redet den vom roten Heinz in der Hofburg? Ich meine den Fischler, von dem ich geglaubt habe, der ist einer der unsrigen.
Platter: Ahso, das.
Schüssel: und du regst dich nicht auf?
Platter: Sollte ich das?
Schüssel: Frag nicht so blöd, sonst bist du den Innenminister schneller los, als was du glaubst.
Platter: Jetzt fang du auch nicht damit an. Das reicht, wenn mir der Peter Pilz das jeden Tag über seinen Blog ausrichtet. Mich nervt das schon richtig.
Schüssel: Der Karl-Heinz würde dieses Durcheinander sicher besser überstehen. Vor allem rhetorisch.
Platter: Das war jetzt aber untergriffig. Der ruiniert noch das Innenministerium völlig.
Schüssel: Nach dir und nach dem Ernstl, braucht er sich da eh nicht mehr viel anstrengen. Also du ergreifst für mich Partei, oder der Karl-Heinz löst dich ab.
Platter: Ich weiß nicht. Ich lasse mich von gar niemanden Erpressen. Von niemanden, hast du das gehört?
Schüssel: Achja, du hoffst auf den Landeshauptmann in Tirol.
Platter: Ja, die Chancen stehen gut.
Schüssel: Für den Dinki. Ihr Tiroler macht nur Ärger.
Platter: Das nimmst du zurück!
Schüssel: nur wenn du eine Aussendung machst, wo du mich lobst. Günther, nochmals Ja oder nein. Es geht um deinen Job.
Platter: Okay, Okay ich machs.
Schüssel: Gut, und vergiß nicht meine Fähigkeiten zu loben. Sonst wird der Grasser doch noch Innenminister.
Platter: Wolfgang, äh...
Schüssel: So und der nächste... Gott zum Gruße, lieber Andreas:
Khol: Gott zum Gruße Wolfgang, was führt dich zu mir in den bescheidenen Räume des Seniorenbundes.
Schüssel: Andreas. Der Franz Fischler hat gesagt, ich stör dem Willi als Klubobmann. Das tu ich nicht, ich mach dasselbe wie du.
Khol: lieber Wolfgang, du machst nicht dasselbe wie ich. Aber die Wahrheit ist einem zumutbar.
Schüssel: Andreas, du auch noch. Weißt du was, ich werde…
Khol: du wirst?
Schüssel: ich werde…
Khol: du wirst den Karl-Heinz, sicher nicht als Seniorenbundobmann einsetzen. Diese soziale Kälte, die in diesem Land zu spüren sind, ist seine Schuld.
Schüssel: Wenn es dir hier zu kalt ist, dann marschier durch die Wüste Gobi.
Khol: Ich war schon dort, ein bisschen öde, aber Große Zukunftspläne sind eine Fata Morgana in der Wüste des Augenblicks.
Schüssel: Du mit deinen Weisheiten. Du solltest wirklich mal ein Buch mit Sprüche für alle Gelegenheiten rausgeben.
Khol: Mach ich auch, in meinem Ruhestand.
Schüssel: Du bist im Ruhestand.
Khol: Ich arbeite als Seniorenvertreter und das ist kein Ruhestand, bei den Belastungen, die sich die Regierung täglich für uns ausdenkt. Da bin ich mit dem Charly einer Meinung. Wie so oft in letzter Zeit. Fast ein bisschen unheimlich.
Schüssel: Nun ja, du hast ja recht, dass Karl-Heinz nicht unbedingt der optimale Seniorenbundchef wäre, aber ich wäre es.
Khol: Du? Hm, du bist dafür aber auch noch bissl zu jung. Und außerdem, harmonierst du nicht besonders gut mit den Sozialdemokraten.
Schüssel: und was war bei dir?
Khol: Die Zeiten ändern sich halt. Der Charly und ich sind die Harmonie pur.
Schüssel: Ja, die ändern sich und wenn du nicht eine Aussendung schreibst, dass ich ein guter Klubobmann bin, dann bist du die längste Zeit Seniorenbundchef gewesen.
Khol: A geh,
Schüssel: Ist alles schon mit dem Willi abgesprochen. Er will nicht auf mich verzichten.
Khol: Das Amt lass ich mir nicht so leicht wegnehmen. Ich weiß schon, ich werde den Fischler aufs schärfste verurteilen.
weiters schrieben noch Martin Bartenstein, Fritz Grillitsch, Fritz Neugebauer und Günther Stummvoll und Werner Amon.
Glossar:
Andreas: Andreas Khol, Ex-Nationalratspräsident, Ex-Klubobmann der VP, Seniorenbundchef
Cap Pepi: Josef Cap, Klubobmann der SP
Charly: Karl Blecha, Pensionistenverbandschef, Ex-Innenminister,
Dinki: Fritz Dinkhauser AK-Präsident von Tirol eigentlich ein VPler, tritt aber mit eigener Liste an.
Erhard: Erhard Busek, Ex-Wissenschaftsminister, Exparteiobmann der VP, überzeugter Europäer
Ernstl: Ernst Strasser, Ex-Innenminister, Ex-landesgeschäftsführer der VP in Niederösterreich, Präsident des NÖ-Hilfswerk, nun in Privatwirtschaft.
Franz Fischler: Ex-EU-Agrarkommissar, Ex-Landwirtschaftsminister, VP
Günther: Günther Platter Innenminister, Ex-Verteidigungsminister, Ex-Kulturlandesrat von Tirol
Heinz Fischer: Bundespräsident, Ex-nationalratspräsident, Exwissenschaftsminister der SP,
Karl-Heinz: Karl-Heinz Grasser verheiratet mit Fiona Grasser, Vater eines Kindes, Ex-Finanzminister (parteilos früher FP)
Matznetter: Finanzstaatsekretär der SP
Reinhold: Reinhold Lopatka, Sportstaatsekretär, Ex-Generalsekretär der VP
Willi: Wilhelm Molterer, Finanzminister, Vizekanzler, Parteiobmann der VP, Ex-Klubobmann der VP, Ex-Landwirtschaftsminister
Wolfgang: Wolfgang Schüssel, Klubobmann der ÖVP, Ex-Kanzler, Ex-Wirtschaftsminister, Ex-Außenminister


Na geht ja doch am Morgen auch -
Du bist da richtig gut darin, das muss ich schon sagen!
Bravo, gerade gut gelacht!
Was macht denn der Fischler jetzt eigentlich? Verkauft er Semmerln im Genussladen?