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  • Gespenstisch

    hier ein alter Birnbaum im Obstgarten meiner Eltern.
    Baumgespenst
    (bearbeitet)

    "Bäume sind Gedichte, die die Erde an den Himmel schreibt. Wir fällen sie nieder und verwandeln sie in Papier, um unsere Leere zu dokumentieren."
    Khalil Gibran

    "mit dem bloggen dokumentieren viele, auch ich das Leere ins unsichtbare Nirvana des Nichts, dass man auffindet nur durch Suche und Leuten die darauf hinweisen."
    Weltbeobachterin

  • Gedanken zum Berliner Mauerfall

    Berlin - die 20 Jahre wirken so fern und was sich da verändert hat.

    Berlin - die 20 Jahre wirken so fern und was sich da verändert hat. - in fast ganz Europa Reisefreiheit ohne Grenzbalken und man braucht nicht mal einen Reisepass. schön - dass sich in 20 Jahren das geändert hat.

    wie das österreichische Radio berichtet.

  • Sieg und Gewinn

    Nicht Sieg sollte der Sinn der Diskussion sein, sondern Gewinn

    von Joseph Joubert.

    mir kommt es vor, dass vor lauter besser dastehen alle siegen wollen und dabei einen Verlust für die Gesellschaft einfahren werden.

    ob auf EU-Ebene oder Audimax oder sonstwo. alle sind darauf erpicht einen Sieg zu erringen. Und vor dem einzementieren verpassen wir den Gewinn (wie höchstwahrscheinlich in der EU-Kommissarfrage) oder der Gewinn auch wenns ein kleiner ist wird geschmäht (OK, wie kann man 34 Mille nur als wenig bezeichnen).

    Hier spielen sich mehr oder weniger gewisse(nlose) Leute mit der Verantwortung. ICh hab mich schon mal mit der Frage "Was ist Verantwortung" beschäftigt.

    ergänzend möchte ich dazu sagen, dass zur Verantwortung auch dazu gehört auf einander zugehen und diskutiert und sich nicht diskretiert. Auch wenn man sich bei letzterem als Sieger fühlt. Aber Gewinn bringt das keinen für die Gesellschaft.
    Genauso wenig, wie wenn man fähige Leute hindert etwas zu werden, weil man sich dann wieder im Schatten gestellt fühlt. Das verhindern mag zwar ein Sieg sein für den einzelnen - aber sicherlich kein Gewinn.

    Leute die ihren Sieg gegenüber eines anderen schmälern und notwendige sowie akzeptable kompromisse eingehen sind ein Gewinn für die Gesellschaft. Das sind die Leute die Verantwortung zeigen.

    Ja, ich wünsch mir mehr Verantwortung und zwar jetzt. Und man soll selber damit anfangen.

    ein passendes Buch zu diesem Thema ist von Christoph Keese Verantwortung jetzt. mit dem Untertitel wie wir uns und anderen helfen und nebenbei unser Land in Ordnung bringen. Bin nicht mit allem einverstanden - aber einiges ist schon wahr.

  • Gesinnungswandel

    Es gibt Menschen die wechseln ihre Meinung täglich wie ihre Wäsche. Wobei bei der Wäsche bin ich mir bei manchen nicht sicher.

    und ja für mich ist Faymann wirklich einer, der sich wie ein Fahnderl im Wind dreht. Aber das finde ich nicht gut - bei einem Politiker mit Regierungsverantwortung - noch dazu wenn er nominell der Regierungschef ist. Gut, man kann über die Nacht klüger werden - so argumentierte übrigens Kreisky mal einen Gesinnungswandel. Nur der etwas häufige Gesinnungswandel in einer Sache von Werner Faymann ist nicht geheuerlich.

    Darum scheint mir diese Diagnose von Faymanns ehemaligen Regierungskollegen und dem jetzigen Tiroler Landeshauptmann Günther Platter sehr wohl gerechtfertigt:

    Die Performance von Bundeskanzler Werner Faymann scheint mir bisher nicht überbordend zu sein. Er ist ein netter Kerl, aber ich sehe, dass er mehr moderiert und bei wichtigen Themen eher abwartend und dann etwas opportunistisch so entscheidet, wie er glaubt, in der Bevölkerung am besten anzukommen. Nur, regieren heißt, auch dann Linien vorzugeben, wenn es einmal unangenehm ist.

    hier ein Paradebeispiel für diesen Opportunismus:

    Gestern:

    Die Fachhochschulen sind ein gutes Beispiel dafür, wie eine
    Regulierung funktionieren kann", sagte Faymann. "Wir müssen die
    Eignung für ein Studium über eine längere Phase hinweg beobachtet,
    statt dies an Hand einer einzigen Prüfung zu entscheiden. Keinesfalls
    wird die Zugangsberechtigung zu Österreichs Hochschulen über eine
    Studiengebühr geregelt werden.

    OTS0202 2009-11-03/13:53

    Heute:

    Bundeskanzler Werner Faymann stellt erneut klar, dass
    eine Zugangsregelung, wie sie für Fachhochschulen besteht, kein
    Vorbild für weitere Regelungen darstellt.
    Gefordert sind sowohl mehr finanzielle Mittel als auch der Dialog mit
    Vertretern der Studierenden, zu dem Wissenschaftsminister Johannes
    Hahn beauftragt wurde.

    OTS0149 2009-11-04/11:50

    und was meint Faymann morgen?
    Abschaffung des Bolognasystems oder doch die Wiedereinführung von Studiengebühren bzw. könnte man doch noch Luxuslebensmittel besteuern wie die Wachteleier. Auweh, meine Luxusspeise ala Werner Faymann hab ich noch dazu in meiner Studienzeit kreiert. Mist...

    Apropos kochen, da fällt mir noch ein schöner Kalauer ein.

    Schüssel war der Wendekanzler, Faymann ist der wendige Kanzler.

  • Arbeitsplatz statt Superpraktika(nt)

    die ÖVP scheint wiedermal zurück in ihrem selbstzerstörerischen Mechanismus zu verfallen.

    Und was hat das mit der obigen Überschrift zu tun?

    Einiges. Die ÖVP will offensichtlich die Jugend für sich gewinnen um Strache das Wasser abzugraben.Das Problem der ÖVP dabei ist, dass sich meiner Meinung nach damit regelmäßig bis auf die Knochen blamiert. (Wenn man sich die anderen Parteien ansieht - ist es dort aber auch nicht viel anders)

    Ich fand es schon im oberösterreichischen Wahlkampf ziemlich peinlich, dass der Landespepi Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und der Mitterlehner (der Wirtschaftsminister - übrigens ein Mühlviertler so wie ich) ins Empire, einer Disco in St. Martin (Bezirk Rohrbach) gingen. Mit 16 Jahren wär ich dort nicht aufgekreuzt wegen die beiden oder irgend eines anderen Politikers einer anderen Coleur. Ich hätte das damals schlicht und einfach als Anbiederei und Stimmenfängerei gedeutet - was es letztlich auch war (Wahlkampf). Ehrlich- was soll ich mit dem Wirtschaftsminister in der Disco reden - über Energiepolitik vielleicht? Dann lieber bei einer Podiumsdiskussion. Und das obwohl ich eigentlich schon immer an der Politik interessiert war.

    Nun diesmal probiert die Volkspartei es mit einem Art Casting zum Superpraktikanten beim Finanzminister Pröll - was urvollmegapeinlich ist um in dem Jargon zu bleiben, den die ÖVP für die heutige Jugendsprache hält. Als Juroren neben den Pröll sind zu erwarten Red.: von Heute und KroneHit sowie ATV. Das Praktikum dauert eine Woche. also da lernt man schon sehr viel in einer Woche - z.B. wie Josef Pröll den Kaffee am liebsten mag - das kann einem ja später mal helfen will man später mal im Bundeskanzleramt oder in der Privatwirtschaft arbeiten. Es ist unbezahlt, weil da lernt man was fürs Leben - stimmt, Kaffee machen könnte ich wirklich noch lernen. Aber dafür bekommt man noch eine Woche Urlaub. Zwei Fragen stellen sich dann noch: 1.) Wohin - Radlurlaub in Radlbrunn? und 2.) Ist der Pröll so nervig, dass man gleich eine Woche Urlaub braucht?

    Im Ernst: Die Zeiten haben sich geändert. Man kann noch soviele Praktika im Lebenslauf stehen haben - aber das hilft keine Spur bei der Jobsuche - und wenn dann nur fachspezifische. Und die Praktika an meiner HBLA haben bei den bisherigen Vorstellungsgespräche eigentlich immer für Verwunderung gesorgt. Berufspraktikum lernt man aber auch nur oberflächlich. Wobei ich das Glück hatte, dass ich an meinen Praktikumsplätzen nie für das Kaffee machen zuständig war. Im Gegenteil ich war eher daran beteiligt an der Kaffeemilchproduktion - und der Kuchen bzw. Kanelbullarproduktion damit der Kaffee nicht so trocken ist. Im übrigen ist Praktikumsplatzsuche ist nicht einfach. Das habe ich vor allem bei der Suche für das Berufspraktikum an der FH gemerkt. Und schon in diesem Stadium hat man das Gefühl - dass die menschen die Vitamin B haben besser vorankommen.

    Wenn man fertig ist von der Lehre/höheren Schule/Studium sucht man wie verzweifelt eine Stelle. Eine richtige Arbeitsstelle und nicht noch ein Praktikum für geringen oder gar um Gotteslohn. Als junge Arbeitnehmerin will ich arbeiten - aber nicht umsonst. Gott sei Dank darf ich das ja. Ja, ich will meinen Beitrag für die Gesellschaft leisten wie andere auch - aber ich habe das Gefühl als junge Arbeitnehmer ist die Chance sehr gering einen fixen Arbeitsplatz zu bekommen. Und ich mag die Ausreden nicht mehr hören wie diese hier: "in Zeiten wie diesen, müssen wir umstrukturieren". Vor allem empört mich das, wenn ich in manchen Bereich sehe wie die Leute rotieren wegen der Mehrarbeit - weil Posten eingespart wurden und die anderen beim AMS um Geld anstehen müssen. und dann gibt es noch die Möglichkeit dass wo Mängel sind - wie bei den IT-Leuten. Zumindest hat vor paar Wochen der Wirtschaftskammerpräsident von Oberösterreich - Rudolf Trauner das Fehlen von 600 ITlern beklagt. Da stellt sich schon die Frage, soll man sich umlernen lassen und hat man dann Chancen oder ist man den Arbeitgebern dann zu blöd, weil man eine andere Ausbildung hat und das alles erst lernen muss? Oder machen das alle und dann schaut man wieder durch die Finger?

    Wenn die ÖVP und die anderen Parteien wirklich was für die jungen Leute wie mich etwas tun wollen, dann soll sie schauen - dass die Betriebe Unterstützung bekommen um Leute aufzunehmen und denen Verträge gibt - dass geschieht dadurch dass die Wirtschaft Aufträge bekommt. Die Politik soll dafür die Rahmenbedingungen schaffen - wie es ihre eigentliche Aufgabe wäre. Und wenn sie schon den Bolognaprozesse eingeführt haben, hätte mehr Information für die Öffentlichkeit gut getan. Ich muss oft genug noch erklären, was das BA hinter meinen Namen bedeutet. Und ja, ich habe desöfteren das Gefühl, dass Arbeitgeber mit diesem Titel nix anzufangen wissen. Und wenn die Leute gut ausgebildet werden sollen, sollens vor allem Geld für die Bildung lockermachen. Und zwar schon von der Volksschule an. Mehr Lehrer, die hauptsächlich lehren. oder was mir am Herzen liegt: besser ausgestattete Bibliotheken. Um das ganze kosteneffektiver zu machen sollen die besser ausgestatteten Bibliotheken von fliegenden Bibliothekarinnen betreut werden. D.H.: dass z.B.: eine Bibliothekarin für 2-3 Schulen für die ganze Bibliothekarische Arbeit zuständig ist wie die Erwerbung, Katalogisierung ist und die Lehrer höchstens für die Ausleihe. Z.B. 2 Tage soll die Bibliothekarin an einer Schule sein und die anderen 2 an der anderen.
    Die Frau Gabi Burgstaller aus Salzburg, ja die sozialdemokratische Landeshauptfrau von Salzburg, will übrigens frustrierte Lehrer und Lehrerinnen als Schulbibliothekare einsetzen. Da gehen die Kinder sicher voll gern in die Bibliothek. OK: Ich habs verstanden, um meinen erlernten Beruf auszuüben - hätte ich einen ganz anderen Bildungsweg einschlagen sollen. Ich hätte Lehramt oder eine pädagogische Hochschule machen sollen, mich dann von Gfraster, Gschroppn und Rotzpippn frustrieren lassen und dann darf ich nach diesem Modell endlich den Beruf ausüben - den ich jetzt habe - Bibliothekarin.

    zum Abschluss noch ein Bericht aus der Zeit von 4 Jahren, der meiner Meinung nach wahrscheinlich noch immer höchstaktuell ist zum Thema Generation Praktikum.

    Zur Klarstellung: Ich hab für alle meine Praktika Geld bekommen (die meisten auch sehr großzügig) und nicht nur das sondern auch Erfahrungen gesammelt und Erkenntnisse bekommen. Nur jetzt wo ich schon im Arbeitsleben bin, will ich jetzt eher kein unbezahltes Praktikum (außer im Rahmen einer weiteren Ausbildung) mehr machen. Immerhin hab ich gelesen, dass das eher kontraproduktiv sein soll - da dass als unstet oder gar als unseriös ausgelegt wird.

    und ich lege es für sehr unseriös oder als Verzweiflungsakt aus, wenn eine staatstragende Partei eine volksverdummende Castingshow macht, wo der Preis über kurz oder lang nix wert ist. Dann ist diese Partei wahrscheinlich auch nicht besser wie die andere Parteien:
    wie die die einen Toten nachtrauern und glauben mit ihm jeden Wahlkampf zu gewinnen und der Versuch liberal zu sein daran scheitert weil diese Partei eher autoritär funktioniert.
    wie die die Pamphlethefterl als Bildung ansehen und mit extremistischen Aussagen und Taten permanent Tabubruch begehen und das immer wieder machen und jedes mal tiefer wird
    wie die die vor lauter diskutieren von Formalitäten, am Ziel vorbeischießen und vor politischer Korrektheit an den Lebensrealitäten vorbeischrammen und ihren Gegnern das Feld überlassen
    die sich die Parteilinie von der größten Zeitung aufdiktieren lassen, wo das Parteiwohl vor dem Wohl des Staates geht und lieber den Staat und die Ämter beschädigt werden um an der Macht zu bleiben

    Update: lesenswerter Blogeintrag von Gerald Bäck zu dieser ÖVP-Aktion

  • auf der Zunge zergehen lassen

    Kennt ihr sie auch, diese Sätze, wenn man sie liest einfach begeistert ist - weil, wenn man diese Sätze liest oder denkt, sie wie eine herrliche Speise auf der Zunge zergehen und ein Genuss is(s)t, dass man den Satz nochmals leise, dann halblaut, laut und wenn man sich dafür nicht schämt auf einer belebten Straße wie die Landstraße in Linz herausschreien will, damit mehr Leute wissen wie ein poetischer Satz heißt. und man denkt sich dabei, welch ein Gedicht dieses Gericht, äh Satz.
    Im Prinzip gilt das auch für ausgefallene Wörter - die man dann so oft wie möglich in einem Satz unterbringen will. Aber das ist ein simples Vergnügen - Sätze sind schon Komplex.

    Und das ich nicht verrückt bin, oder zumindest nicht die einzige Verrückte bin zeigt dass vor 2 Jahren der schönste Romananfang gekürt wurde.

    Es waren die ersten 3 Worte aus Günther Grass' Roman "Der Butt" Und nein, sie lauteten nicht Butt, Butt, Butt (was aufs mühlviertlerische übersetzt bi bibibi , bi bibibi , bi bibibi) den Lockruf für Hühner -

    Sondern

    Ilsebill salzte nach.

    Etwas weniger salzig geht es in diesem Satz zu. Es ist eher das Gegenteil.

    Kopfüber mit Karamell gebacken zu werden - wäre ich ein Apfel oder eine Birne - fände ich eine wundervolle Vorstellung.

    Dieser Satz stammt aus einem Blog. Namens "2 steps away from paradise" von Ellja - einer Oberösterreicherin.

    Das Rezept, welches Ellja zum schreiben dieses Satzes brachte heißt Tart Tartin.

    wobei der Kuchen wirklich verführerisch aussieht.

    vielleicht sollte ich mal eine Rubrik einrichten für poetische Sätze, wie diesen hier... für Wortklauber und Wortklauberinnen wär das wirklich was...

  • Bus und Fußgeher

    Welche Gefühle habt ihr, wenn ihr dieses Video seht?
    Findet ihr das lustig?
    Findet ihr das gefährlich?
    Wärt ihr weitergerannt oder wärt ihr stehengeblieben?

    Denkt mal darüber nach.

    Auf der nächsten Seite gibt es meine Gefühle und Gedanken.

    Seiten: 1 2

  • Unser Hotter Kanzler

    unser Kanzler, der unbeschreibliche - nicht unbeschreiblich weil er so toll ist, sondern weil einem zu ihm nichts einfällt was er genau bis jetzt getan hat. OK, einiges fällt einem eh noch ein.
    Vor allem wenn es ein Wunsch von Sanja ist, kann ich ja schlecht nein sagen.
    Jetzt ist er, der Faymann auf der Liste der 24. von 172. Nur 10 Plätze von Obama entfernt. Das ist ja gut, wenn wir die Ergebnisse von Pisa, Tims, Pirls und wie die heißen gewohnt sind. Nur für was die Liste ist: für die Schönheit der Staatsoberhäupter. Wenn man es genau nimmt, ist nicht Faymann Staatsoberhaupt sondern der Heinz Fischer - der Bundespräsident.
    Diese Spassliste nimmt das nicht so genau, genausowenig dass man Männer und Frauen getrennt bewertet.
    Nun was für einen Vorteil hat das Land, wenn der Staatsoberhaupt fesch ist. Da müsste Österreich bis auf der Periode zwischen 1986 und 1999 ziemlich leer ausgehen wenn Attraktivität eine Rolle spielen würde.
    Für mich ist es wichtig, dass wie attraktiv für mich bezüglich Sachthemen die Parteien bzw. die Personen (bei Bürgermeister und Präsidentschaftswahlen) sind und nicht wie fesch der Spitzenkandidat ist. Jörg Haider nutzte letzteres aus und ich glaube Armin Thurnher prägte das Wort Feschisten. Und sein Nachfolger im Geiste Strache versucht dasselbe Muster nachzuahmen.
    Die Medien sind nicht unschuldig dran. Der Boulevard schreibt meist den Schönlingen und deren weiblichen Pedants in der Politik zu wie Jubelberichte ganz früher über Hannes Androsch, bissl später über Jörg Haider, Karl-Heinz Grasser, HC Strache und in gewissen Sinne wird auch auf anderer Weise die Laura Rudas gepusht. Während das bei den Männern eher positiv auswirkt, kann es für die Rudas fatale Folgen haben.
    Eine Sache täte mich schon interessieren, 2002 als Grasser so quasi für die ÖVP den (unabhängigen) Finanzminister machte, wieviel hier sein Glamour half und wieviele von Schüssels Kompetenz überzeugt waren.
    Dann gibt es tatsächliche Umfragen-Rankings die oberflächlich viel Sinn machen, aber nicht sinnvoll sind. Z.B: 500 Leute werden befragt was sie von den Landeshauptleuten halten.
    Was bringt das für mich zu wissen, wie beliebt ein Politiker bei anderen ist. Noch dazu wenn sie so falsch liegen wie besonders auffallend vor den Kärntner Landtagswahlen die einen Sieg für die SPÖ sahen, in Wirklichkeit wurde es das beste Wahlergebnis Jörg Haiders. Auch wenn er schon tot war, war es sicher Haiders Verdienst, dass das BZÖ so gewann. Dazu kommt noch, das gefragt wird haben sie vertrauen zum LH A und was mögen sie an LH B etc. Das Sample waren 500 Leute. Weil jeder der 500 Leute die LHs aller Bundesländer kennt. (Ich gebs zu, in der ersten Hauptschule habe ich mir die Landeshauptmänner der Bundesländer selber beigebracht, weil ich die damalige Hausübung schon konnte - das waren die Landeshauptstädte lernen und seitdem habe ich mich auch bei den Landeshauptmännern up-to-date gehalten.) Es gibt sicher Leute die halten Erwin Pröll für eine Märchenfigur. Und selbst Radiomoderatoren im Ö1 (das war vor paar Wochen) verwechselten den Vorarlberger Herrn Sausgruber mit den früheren Landeshauptmann von Salzburg Franz Schausberger.
    Wenn selbst ausgefuchste und erfahrene Journalisten damit Probleme haben, wieso nicht die normalen Leute und ich kann mir vorstellen, dass die Leute dann auf geratewohl ja und nein antworten. Ich habe mal per Spass bei so einer Umfrage mitgemacht. Die wollten alles wissen, was ich vom Bartenstein halte etc. ich bin sicher nicht dumm in derlei Sachen und relativ gut informiert, aber bei manchen war ich doch auch überfragt, weil es so schnell ging.
    Und nicht alle interessiert sich für das was in anderen Bundesländern passiert. Da kommt mir in den Sinn, dass in dem Film Supersize me die Comicfigur RonaldMCdonald bei Kindern bekannter ist als George Bush. Ich denke viele in meinem Alter würden z.B. Pühringer außerhalb von Oberösterreich weniger kennen, als den in Hollywood ansässigen Tom Cruise.
    Ich finde diese Umfrage total überbewertet, da hättens genauso ein Ranking von den Schönheiten unserer LHs machen können. Der erste Platz wär relativ klar entschieden, nur die hinteren wären da spannend so wie bei dem Schönheitsranking.
    Wie hot unser Kanzler als Kasperlfigur ist, sehe ich mir morgen an.

  • wie die Zeit verfliegt

    hm schon wieder ein Jahr her sind Ereignisse wie mein erster Arbeitstag als ausglernte Arbeitnehmerin, Ausbruch der Wirtschaftskrise, die Nationalratswahlen, Jörg Haiders Tod etc.
    und ist das alles schon wieder ein Jahr her, gut dazwischen ist schon jede Menge passiert. z.B. eine Fliegeninvasion den ganzen Sommer lang. Nun wenigstens damit ists vorbei. Dank der Kälte. Das ist wohl das einzig positive daran. Allerdings kann ich mich nicht erinnern dass es jemals so bald geschneit hat.

    und so denke ich mir folgendes: "time flies like an arrow & fruit flies like a banana". Das hat schon der kluge Marx gewusst. Mit dem klugen Marx mein ich den Groucho.

    nun, die Fliegen sind wie schon erwähnt weg, aber die Zeit bleibt, nein die verrinnt. Wohl ein Zeichen der Vergänglichkeit. Wie schnell sich was ändern kann. Es scheint was sicher und schon zerplatzt es. und die bittere und manchmal die süße Wahrheit kommt hervor.

    Andreas Khol meinte einst, die Wahrheit ist eine Tochter der Zeit. und ja, die Wahrheit kommt oft noch raus. Dann wird zum Beispiel rauskommen wieviel Ehrenmann Karl-Heinz Grasser wirklich war. Aber die Zeit hat schon wieder weitergedreht und von dem Wirbel in den letzten 2 Wochen hört man wieder weniger vom supersauberen Kampl namens Karl-Heinz Grasser. Um ehrlich zu sein, ich finde die Abkürzung KHG etwas affig und zeitgeistigen Schmafu.
    So jetzt ist dafür sein Nachnachfolger in aller Munde und da muss ich schon sagen, der Herr Josef Pröll hat in seiner Rede (unangenehme) Wahrheiten gesagt. Ob er das umsetzt ist wieder eine Frage der Zeit. Die ÖVP ist momentan im Aufwind, aber wenn man an dem letzten Wahlkampf denkt, kann sich noch alles drehen.
    Vor einem Jahr wurden kurz vor der Wahl einigen Unsinn beschlossen, weil das Zeitfenster des freien Spiels offen war. Das, was dort beschlossen wurde fällt uns jetzt am Kopf. (Also auf dem Schädel und nicht auf den Kopf, dem ÖVP-Klubobmann.) Ich sag nur Hacklerregelung und Aufhebung der Studiengebühren.) Das die wahnsinnige Mehrwertsteuererhöhung nicht kam, das haben wir wahrscheinlich noch dem Jörg Haider zu verdanken.

    Wie vor Jahr und Tag scheinen sich manche Themen und Personen immer wieder durchziehen und die Gemüter erregen und erhitzen. Selbst wenn sie nicht mehr auf Erden weilen. Zu den emotionalen Themen gehört Integration, weniger emotional aber langwierig ist eine anderes Thema in der Politik: Die Verwaltungsreform. Seit 30 Jahren wollen sie es machen. Molterer und Gusenbauer erklärten sie vollmundig zum Herzstück ihrer Koalition. Die Zeit ließ es nicht zu das umzusetzen, weils dem Willi dann reichte

    Aber wer weiß vielleicht ist diesmal die Zeit reif dafür...

  • Die Problematik mit den Schleppern

    Ich rede hier von Schlepperbanden die riesig abcashen um Menschen in das vermeintliche Paradies bringen, das Europa heißt.
    Für mich sind diese schlicht und einfach Verbrecher, die das große Geld machen in dem sie die (wirtschaftliche) Not anderer ausnutzen.
    Kurzum für mich sind das keine Menschenfreunde und denen ist es sicher auch egal, ob Leute draufgehen oder nicht.
    z.B: wurden im Jahr 1993 bei der Südautobahn 5 erstickte Geschleppte gefunden.
    Heute haben sie in Graz 64 geschleppte Türken aufgeschnappt. Laut Bericht wurden bis zu 10.000 Euro pro Schleppung verlangt. Naja, da verdient man eine golden Nase kurz oder lang. In einem Transporter, der als Obst-und Gemüsetransport ausgegeben wurde.
    Wenn man die Details liest, will man nicht mehr hören. zu kühl für die Menschen, beengter Platzraum, stickig und schlecht belüftet.
    Was mich auch aufregt ist das es die Türken sind. Die Türkei gilt als souveräner Staat, der in die EU will. Wieso müssen dann Leute noch Asyl suchen (was die Geschleppten wahrscheinlich machen werden.) Entweder die Türkei ist nicht EU-reif, dann sollen die Beitrittsgespräche unterbrochen werden und die Flüchtlinge aufgenommen werden oder die Türkei ist menschenrechtlich in Ordnung, dann gehören die Geschleppten zurückgeschickt und sie sollen wenn sie nach Europa wollen eben ansuchen für einen Familiennachzug oder eine Zuwanderungsbewillig.
    Ja, ich weiß, ich hör mich schon an wie der Strache oder wie der Haider, aber das finde ich nicht fair gegenüber echten Flüchtlingen und auch nicht fair gegenüber dem Staat Österreich. Die Asylverfahren (oft schon von Anfang hoffnungslose) kosten etwas.
    Ich will Österreich nicht so abschotten wie Nordkorea, wo es ja keine Asylwerber gibt, aber man kann nicht jeden aufnehmen der in das Land kommt und bleiben will.
    und Bemerkungen, dass wir durch Geschleppte auch Geld verdienen finde ich in dem Zusammenhang ehrlich gesagt ziemlich zynisch. Vor allem wenn sie von einem Leiter einer NGO kommt wie SOSMitmensch. Ja, mich macht dieses Tweet von Philipp Sonderegger mit dem ich mich über das Thema unterhalten habe sehr betroffen.

    @WBeobachterin Schlepper verdienen Geld mit "illegalen" wie Gastronomen, Bauherrn oder Pflegefälle. Wir profitieren über Umwege mit.

    Vielleicht ist das unglücklich formuliert oder ich täusche mich, aber ich habe eben den Eindruck, dass dadurch Schlepperei entschuldigt werden soll.
    Nach dieser Logik können wir auch Einbrecher nicht böse sein, immerhin profitieren dann die Versicherungen, Schlosser, Hersteller von Sicherheitstüren, Autobauer, Juweliere etc.
    Aber zurück zu den Schleppern. da profitieren auch gewisse Rechtsanwälte davon. Und wenn man hört, wie manche immer wieder kommen, wie die 2 Brüder der in Österreich berühmten Arigona Zogaj, die durch Selbstmorddrohung bei Abschub Berühmtheit erlangte. Die 2 Brüder ließen sich seit dieser Affäre im Jahr 2007 schon 2 mal einschleppen. Letztes Jahr wurden sie kurz vor Weihnachten in Ungarn aufgefangen und das zweite Mal kurz vor der Oberösterreichwahl im heurigen September.
    und da fragt man sich schon, wie die Geschleppten an das Geld kommen. Für einige die ich kenne ist das übrigens ein Grund nie wieder etwas an Caritas und Volkshilfe zu spenden. Weil die helfen eh nur denen, die das Asyl missbrauchen - so der einhellige Tenor dieser Leute. Und durch diesen Fall Zogaj fühlen sie sich sehr wohl in ihrer Meinung gestärkt.

    WIr können in Österreich nicht alle aufnehmen, beim Besten Willen nicht. Auch wenn Österreich ein Einwanderungsland ist - und leider werden die besten so habe ich das Gefühl abgelehnt.

    Wenn wir keine illegalen Einwanderer wollen, dann sollen wir den Schleppern das Handwerk legen und die Schlepperei unattraktiv machen. Eine Möglichkeit z.B. wäre wenn der Staat in den Herkunftsländern schon die Zuwanderer anwirbt z.B: durch Botschafter. Außerdem soll man die, die jetzt eh schon da sind und sie fähig sind im Alltag eingliedern. -
    Diejenigen die nach der Menschenrechtskonventionen bedroht werden, die sollen natürlich in Europa aufgenommen werden. In den Ländern schön verteilt und dort möglichst nach gleichen Standards behandelt werden. Da muss sich die EU noch zusammenraufen.
    Und der viel größere Punkt wäre aber, einen Global Marshallplan zu erstellen. Das heißt auf gut deutsch Hilfe durch Selbsthilfe. Das Europa wieder aufgebaut wurde ist auch ein Verdienst der Amerikaner durch den Marschallplan. Und so einen brauchen wir auch heute. Weshalb, das hat meines Erachtens Martin Bartenstein gut formuliert (oder wars sein Pressesprecher):

    Wir müssen aber auch festhalten, dass es nicht nur um die wirtschaftliche Dimension gegangen ist: Mit dem durch den Marshall-Plan gesicherten Wiederaufbau Europas wurde auch ein wesentlicher Beitrag für Sicherheit und Stabilität des Kontinents gelegt.

    Das dauert und ist sehr unpopulär. Vor allem nachdem ja doch immer wieder viel lieber für Viecherl gespendet werden.
    Vor allem aber, das die momentan wichtigsten politischen Machtfakoren: Hans Dichand und Wolfgang Fellner dagegen sind.
    Es wird Geld rausgeschmissen tönt es dort, dabei schmeisst man mit dem jetzigen System viel Geld raus -> stichwort Militär an der burgenland-ungarischen Grenze.

    Schade, den so werden noch immer Menschen Geld durch Schlepperei verdienen.
    Es ist nur ein kleiner Bruchteil zu dem Komplex Asyl, Zuwanderung und Integration. Aber nix tun und alles so bleiben lassen ist das schlimmste. Den das hilft nur die Populisten - die Probleme die da sind nicht nur ansprechen sondern auch übertreiben.

    Ja, es kann sein das ich vollkommen falsch liege, aber soviel Zeit über das nachzudenken und bloggen hab ich nicht, wollte was anderes tun... aber mich beschäftigt das schon, weil mir das nicht egal ist.

    UPDATE:
    zu diesem Thema gibt es auch jede Menge Postings im Standard.
    Darunter eines, das ich mehr als nur Menschenverachtend empfinde.

    da hat ein gewisser Mawi89 folgendes gepostet: Wirtschaftsflüchtlinge bitten um Asyl!
    Da lachen doch die Hühner. LKW entladen, Flüchtlinge wieder rein, Essen und Trinken für 3 Tage, Campingklo, 20 Kerzen, TIR Carnet ausstellen, verplomben und ab geht die Post.

    daraufhin hab ich ein Antwortspost geschrieben in dem ich meinte, das es gemeldet gehört, was ich auch machte. Immerhin finde ich das auch zynisch.

    und
    schon flattert ein rhetorisch wunderbares Posting rein:

    Gemeldet müssen nur schmutzige illegale Bastarde werden. Was bist du eigentlich für krimineller Schmarotz um solch eine Aussage zu tätigen. Raus aus Österreich Du Bastard
    eines Typen namens Sozis unter 20%

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