endlich habe ich die Muße gehabt und alles händisch umgestellt.
5 Beiträge habe ich öffentlich gelassen, weil darauf noch immer verlinkt wird. Weiters bleibe ich weiterhin hier angemeldet.
Danke, mehr von mir gibts nur mehr hier.
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was überbleibt
@ 2012-10-15 – 19:30:36
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EIgentlich EIne geschEIte EnttEIschung
@ 2011-04-21 – 23:08:28
das waren die Pinzen, die wir letzthin beim #jourdoux verkostet haben und ich bin die letzte, die davon berichtet. Grad noch vor Ostern. Die Damen Katha, Titi und Ente haben schon ihren Senf dazugegeben. Passt sogar zu den Pinzen, nachdem eigentlich dazu saure Sachen gegessen waren. Nur, die Pinzen waren gar nicht so, dass man sie wirklich sauer belegen kann.
Unsere Stockerlplätze gehen an:
Platz 3: Schwarzes Kameel (die teuerste überhaupt)
Platz 2: Felber (dessen Preis, ich sehr moderat finde)
Platz 1: Demel (auch keine Billigpinze)Ihr merkt, ich will nicht auf den Geschmack zu sprechen kommen. Pinzen sind für mich auch nicht das traditionelle Ostergebäck. Bei uns daheim gibts Striezel. Darum hat mir die süßlichere Felberpinze auch mehr gemundet, wie die Siegerin vom Demel.
unser 4. Platz - Die Bauernpinze vom Kutschkermarkt hätte mir auch zugesagt, wäre sie durchgebacken gewesen.Viele sind sehr aromatisiert gewesen. Wenn man so viele nebeneinander probiert fällt einem das noch stärker auf.
Nach Anis, wie die Pinzen schmecken hätten sollen, schmeckten nur 4. Am intensivsten die Siegerin.Wir haben wie schon bei den Krapfen nach Eiern gefragt. Diesmal wieder. So manch lustige Antwort war dabei. Bei der Konditorei Klement hat es wohl für Ärger verursacht, weil meine Kollegin dort die Antwort erhielt: "Hühnereier". Ist das Kundenfreundlich? Aus welchen Eiern sonst? Aus Larveneier vielleicht oder Ostereier? Irgendwie schade, dass Konditoreien, die als gut gelten - den Eindruck erwecken als wäre was mit den Eiern nicht in Ordnung und deswegen so herumeiern um irgendwas zu verheimlichen. Da kommt man sich als Kunde mehr oder weniger gefrotzelt vor. Man will wissen was drin ist, eine gewisse Transparenz. Und da gibts sicher Vorbilder wie Ströck oder die Bäckerei Auer mit einem Zertifikat.
und ich kann da mit meinem Wortspiel am Anfang auch enden. Irgendwie war das alles
EIgentlich EIne geschEIte EnttEIschung
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die Große Faschingskrapfenverkostung:
@ 2011-03-01 – 23:06:11
oder Jourdoux zum Dritten.
Auch diesmal fand sich eine ehrenwerte runde, bestehend aus Katha, Doris, Titi, Lena, Sanja, Nina, Elfi, Horst, Christoph, Johannes, Martin und mir zusammen um Faschingskrapfen von den besten Konditoreien aus ganz Wien und auch einen aus Salzburg und drei Oberösterreicher zu verkosten.
Auf dem Nachhauseweg spricht ein Plakat dass an, was ich innerlich füllte eh fühlte.

Nun, es waren insgesamt über 20. Wir verkosteten aus Wien Ströck, Sluka, Klement, Heiner, Mühlenbrot, Demel, Cafe Central, Gragger, Meinl, Woloszyn, Pauser, Blocher, Hübler, Olsböck, Aida, Gerstner, Oberlaa und den vielgerühmten Groissböck. Obwohl nachgefragt, hatten weder Fruth noch Landtmann welche. Dazu kamen die "Ausländer" Cafe Bazar aus Salzburg, Urbann aus Wels und die drei Linzer: Brandl, Honeder und Jindrak.
Lena scheint bereits vor der Verkostung zu wissen, wer gewinnt. Ihr Favorit!!!

Nach dem Abwiegen und Auseinander schneiden wurde verkostet. Bewertet wurden Aussehen, Konsistenz, Marmelade und Geschmack.
Was macht einen richtigen Faschingskrapfen aus: ein guter flaumiger Teig, mit fruchtiger Marille.
Rum gehört im Teig und auch der Teig gehört mit Dottern gemacht. Angeblich gehört kein Rum ins Marmelade. Aber ich persönlich finde den Geschmack ganz gut, im Gegensatz zu den Maroniherzen, wo der Rum oft den Maronigeschmack erschlagen hat.Ich bin bei Schmalzgebäck wie Faschingskrapfen eher heikel. Bauernkrapfen (das sind DIE Krapfen für mich - ess ich am liebsten brennheiß, erkaltet verehre ich sie nicht besonders. Bei Faschingskrapfen wäre es genauso, wenn nicht da die Marmelade wäre. Die Linzer Unsitten erstens Marmelade in die Krapfenmitte zu geben dann noch dazu die Krapfen sowieso verkehrt zu essen (Unterseite nach oben) bereitet mir Kopfschütteln. Da find ich ja die Methode besser. Den Krapfen mit Marmelade vollzustopfen. (Am besten bis er fast platzt). Auch wenn für mich die Marmelade am wichtigsten ist, muss für mich der Teig mit vielen Dottern gemacht werden, dass es eine schöne Farbe ergibt und gut gegangen sein - Ich mag sie auch nicht zu dunkel gebacken. Ein wichtiges Kriterium ist auch das Fett, der ein Geschmacksträger ist. So hat sich so manch Geschmack auch auf die Faschingskrapfen rübergeschmuggelt. Z.B.: hatten wir ein Exemplar, dass nach Fisch und eines nach Langos roch. (Am besten sind Butterschmalz und neutrale Öle). Wenig Freude habe ich, wenn ein Krapfen sich zu viel angesoffen hat mit Fett. Das passiert laut meiner Mutter, wenn das Fett zuwenig erhitzt ist.
Bei der Marmelade haben wir auch einige Schummler gehabt. Wenn sie sehr hell und chemisch bzw. manchmal auch apfelig schmeckt, dann ist sie gestreckt mit Apfelmus. Dabei würde man erwarten, dass beste Marillenmarmelade von Darbo oder gar von Staud verwendet wird. Sluka hatte übrigens sogar wirklich Staudmarmelade verwendet wie Nachforschungen ergeben. Dafür war der Krapfen auch der teuerste mit 2 Euro 20.
Billigster war Blocher, dessen Krapfen uns wenig mundete.Mehr als der Preis sagt der Geschmack aus und da siegte der Faschingskrapfen von Jindrak vor der Konditorei Oberlaa und Groissböck.
aber auch Zeitungen machen Krapfentests und bei den Oberösterreichischen Nachrichten wurde der Jindrak nur dritter.
von Katzenjammer keine Spur...
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Eine herzliche Angelegenheit
@ 2010-11-28 – 15:30:35
Am letzten Sonntag war das Jour doux mit @queenofsoup, @doRisR, @kathaesskultur, @titlaflora und Elisabeth.
Wir haben Maroniherzen aus tout Wien verkostet – insgesamt 25 Stück.
Sie haben sich von der Form, Größe und auch vom preislichen her sehr unterschieden.
Das leichteste Herz von einer Konditorei war das von Blocher in der Stiftgasse mit 20g, das schwerste mit 59g war das von AIDA. Um 3,90 € war bei der City-Confiserie das teuerste Herz zu haben während mit je 1,40 € die Herzen waren Blocher und Eibensteiner am billigsten waren.
Von der Größe her hat es die dünnen grazilen gegeben und die foasten Maroniherzen. Es gab im Prinzip 2 Formen, die Maroniförmigen – die glaub ich allen beteiligten am besten gefielen, vor allem wenn ein schöner Spitz war und die Herzförmigen. Die Glasur war bei manchen glänzend, bei anderen eher matt – bei manchen sehr gleichmäßig, das es schon aussah wie ein Herz aus Kunstleder anstatt aus Schokolade und die, wo die Schokolade weggeblasen wurde.
Innen drinnen war die Füllung der Herzen von hell bis dunkel – fein bis bröckelig.Das perfekte Herz vom äußerlichen in unseren Augen wäre gewesen: eine dünne glänzende Schicht Schokolade mit heller, cremiger Füllung und eine schöne Maroniform.
Geschmacklich war für mich besonders wichtig, dass sie „maronig“ und gar nicht beziehungsweise nur sehr dezent nach Rum schmecken und sich die Maronimasse mit der Schokolade sehr gut verbinden kann.
Wie die DoRisR in ihrem Blogeintrag erwähnte konnten sich die schönen geschmacklich oft nicht durchsetzen.
Ich war ehrlich gesagt sehr enttäuscht, wie viele nicht oder nur geringfügig gut schmeckten.
Viele hatten billige Schokolade zum überziehen verwendet, die einen schlechten Nachgeschmack hinterlassen, dann kommt noch dazu, dass Maroni oft eher mindere Qualität haben und eine einzige schlechte Maroni, wie Katha sagte, die ganze Masse einer Charge zusammenhauen kann. Trotzdem frag ich mich wie dann die ganzen Fremdaromen wie: Gasthaus, Schnitzel, Heustaub, Apfelmus und so weiter auf diese Spezzialität übergehen konnten - grad Konditoreien müssten sich mit der Lagerung gut auskennen.Trotzdem kürten wir aus der Menge der Geschmacksverirrungen folgende 3 als die besten Wiener Maroniherzen, die diesen Namen auch verdienen:
Platz 3. erhielt Café Central, eine der berühmteren Wiener Kaffeehäuser
Form: groß, glänzend, ergonomische Griffmulden - Geschmack: rumig, cremig, süß
Platz 2. erhielt die Konditorei Sluka
Form: flach und mit Milchschokoboden - Geschmack: maronig, cremig, bisschen rum
Und Platz 1 machte die Schokoladenwerkstatt Woloszyn
Form: sehr unkoordinierte Freestyleform – Geschmack: maronig, sehr cremig, nicht mehlig
Eibensteiner Maroniherzen die zu den besten gehörten, laut Aussage der Verkäuferin beim Reimer auf der Wollzeile befand sich zwar 2 oder 3 mal darunter – aber nicht unter unsere Sieger. Die Frage nach der Frische erübrigt sich übrigens, weil jeder schwört sie am Morgen frisch hergestellt zu haben.Ich habe nachgezählt und auf meinem Bogen ganze 11 Sorten Maroniherzen mit 4-5 oder mit einem kompletten Fetzen bewertet. Diese große Menge an unbefriedigenden Geschmack beziehungsweise die untere Mittelmäßigkeit der anderen löste bei mir ehrlich gesagt etwas Frust bzw. Zweifel an meine Geschmacksnerven aus.
Den Magen, obwohl wir von jedem Maroniherz nur ein kleines Eckchen kosteten, haben wir dann mit kräftiger Kost oder wie deutschen sagen „herzhafter Speisen“ wie die Heringssalate, Couscoussalat, Topfenkäse und ein gutes Gläschen Wein und last but not least Kathas sagenhafte Schwedenkräuter wieder ordentlich eingerenkt.
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Erdäpfelschedel aka Reiwaschedl
@ 2010-01-19 – 19:32:01
Das ist eine echte Mühlviertler Hausmannskost. Ein Mühlviertler liebt die Kombination Erdäpfel und Speck, so wie ich. Gerade im Mühlviertel gedeihen die Erdäpfel hervorragend, weil ihnen das raue Klima taugt und der Boden sandig ist. Wenn es zu Erdäpfel-Speckgerichte noch Sauerkraut und Apfelkompott gibt, ist des Mühlviertlers Glück perfekt. Ja, nicht nur beim Chinesen gibt es Süßsauer.
Nun, eine solche Speise ist neben den Speckknödel und Erdäpfelnudeln (die Links führen zu den Rezepten der ehrenwerten Ellja) der Reiwaschedl.
Der Reiwaschedl hat nix mit Räuber zu tun, obwohl man den im Mühlviertel auch so ausspricht, sondern kommt vom Verb reiben. Der Schedl, den man auch Schädl schreiben kann hat auch nix mit dem Kopf zu tun. Ein Schedel ist ein Auflauf. Laut dem Buch "Das Mühlviertel Sprache, Brauchtum und Spruch Band 2 von Otto Milfait steht das Wort für Kuchen, vor allem im Oberen Mühlviertel (Bezirk Rohrbach).
Ich habe Lilly schon lange versprochen, den Reiwaschedl zu bloggen. Nachdem es eher ein Herbst/Wintergericht ist, komme ich erst heute dazu. Immerhin wollte ich auch noch ein passendes Foto machen.
Das Rezept habe ich übrigens aus dem Niederkappler Kochbuch.Reiwaschedl
Zutaten: 7 große rohe Erdäpfel, 2 Semmerl oder Knödelbrot, 4 Eier, nicht ganz einen halben Liter Milch, eine Handvoll Grieß, Salz ca. ½ EL, Zwiebel, Knoblauch, Petersilie, Aromat und Bauchspeckscheiben, Butter zum Befetten
Zubereitung:
Erdäpfel schälen und reiben (ob fein oder grob bleibt sich gleich), dann in ein Sieb geben und gut waschen. In einer Schüssel geben und mit den anderen Zutaten bis auf den Speck vermischen. Eine große Rein/Kasserolle ordentlich mit Butter befetten und die Masse reingeben, darum heißt die Rein wahrscheinlich rein. Backen bis oben leicht gebräunt ist und Speckscheiben drauflegen. (Ein Tipp, eher einen fetten Speck nehmen, den magerer Speck dörrt aus und schmeckt dann sauer. ) Noch 5 Min. backen.Wie lange er braucht, weiß ich nicht – weil ich ihn im Rohr des Holzofen gemacht habe. Die Dauer ist etwa eine halbe bis Dreiviertelstunde und von der Hitze her, würde ich 180°C nehmen. Die Menge ergibt etwa 10 geschickte Portionen

So soll er in etwa aussehen.PS: Ich denke, wenn man das so nicht mag und es magerer haben will, dann kann man mageren Speck in Würfel schneiden und unter der Masse heben, oder den Speck weglassen.
Im Kochbuch steht, wenn man die ganzen Gewürze bis auf das Salz weglässt kann man ihn auch süß essen, in dem man ihn mit Äpfelspeideln belegt, oder dazu Marmelade serviert. -
Jörg Haider ist tot
@ 2008-10-11 – 08:45:46
Ich kann es nicht fassen und bin doch in gewisser Maßen auch betroffen.
Nein, nicht weil ich jemals FPÖ und BZÖ gewählt habe. Aber österreichische Politik ohne Jörg Haider - das gabs in meiner Erinnerung nicht. Es ist eine Ära zu Ende gegangen.
Meine ersten politischen Erinnerungen habe ich an Haider. Dass meine Eltern Gegner von ihm waren. In der 3. Volksschule hat ein Klassenkollege im Unterricht wie wir über Politik gesprochen haben - laut gesagt: "Der Haider ist ein Depp". Die Enttäuschung und Wut meiner Eltern nach jedem Wahlabend, wenn die FPÖ wieder zugewonnen hat. Wie mein Vater 1999, nach der Wahlauszählung - er war damals Wahlbeisitzer, erzählt hat dass die FPÖ die zweitstärktste Kraft in unserem Wahlsprengel war. Die Fassungslosigkeit wie sie auch auf Bundesebene 2. wurden. Als die Strahlkraft sank. Wie das BZÖ gegründet wurde. und zuletzt wie das BZÖ sich wieder verdreifacht hat.Er war ein Politiker der Emotionen erzeugt hat. Haider-Titel verkauften sich in den 90igern massenweise. Fast wie bei einem Popstar. Der Falter verhängte ein Bilderverbot über ihn. Er erzeugte Wut auf Ausländer oder auf Rot-Schwarz und auch die Wut gegen ihn. Er spielte mit der Rhetorik von aggressiv bis staatsmännisch von burschenhaft bis väterlich. Der Wechsel allein war bei ihm beständig. Bewunderung und Spott wurde ihm zu Teil. Er war immer aufregend durch seine Tabubrüchen und apolitischen Verhalten. Er konnte sich hervorragend in Szene setzen, selbst mit so unsinnigen Ortstafelverrücken und doch hatte er sein Ohr beim Volk. Seine letzte politische Aussage und Tätigkeit brachte mich zu Weißglut. Ich habe oft gebloggt über ihn. und tu es jetzt auch immer wieder.
Nun mein Beileid gilt seiner Familie.
Doch wie wird es politisch weitergehen?
Und was wird von Jörg Haider bleiben?

